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Stahlqualität Antriebswelle

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Michael Janczer Posted: Wed, Dec 4 2019 21:48 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo in der Runde!

Bin dabei ein paar der sog. Schaltbolzen, bzw. Gleitsteine zur Betätigung des innenverzahnten Kupplungsringes zum Einkuppeln des Vorderachsantriebes ( Teilenr. 700.1.41.0721 ) nachzufertigen. Diese Teile dürften schon seit langem Mangelware sein, nicht aufzutreiben.

Als Ausgangsmaterial nehme ich dazu eine alte Antriebswelle zur Hi.Achse, wo der Gewindezapfen abgebrochen wurde. Es ist diese aus einem sehr guten Stahl gefertigt, da sie die stark wechselnden Drehmomente beim Geländefahren immer zuverlässig übertragen hat. Es gibt aber in keinem Ersatzteilkatalog oder anderer Literatur keinen Hinweis darauf um welchen Stahl es sich da handelt. Die Zerspanung auf der Drehbank, mit Widia Plättchen, klappt sehr gut, das Material ist so richtig zäh-hart.   Ich halte das Material für entweder Einsatzstahl wie z.B. C15, oder Vergütungsstahl wie z.B. C45E oder 15NiCr14 oder 18CrNiMo7 , ein Nitrierstahl dürfte das aber nicht sein...

Die Teile sollten abschliessend gehärtet werden, auf etwa 60-62 HrC, deshalb wäre mir sehr geholfen wenn jemand aus dem Kreise der erfahrenen Haflingeristi zur Stahlqualität den einen oder anderen Tipp geben könnte um den Härteprozeß möglichst richtig auszuführen!  MfG 

 

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Friedo Jäger Antwort zu Mon, Feb 3 2020 18:18 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Michael,

an der großen Anzahl der Rückmeldungen kannst Du erkennen, dass Du leider der Einzige im großen Forum bist, der sich nur halbwegs mit Stahlqualitäten auskennt. Deiner Schilderung nach ist die vorhandene Halbachse so bestens geeignet und Du wirst durch Härteversuche inzwischen schon herausgefunden haben, ob Du die HrC 61 erreicht hast.

Freue mich schon, Dich in Hafling zu sehen!

MfG Friedo.

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Michael Janczer Antwort zu Tue, Feb 4 2020 10:49 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Frido! Danke für deine Zeilen. Diese Teile sind wahrscheinlich bereits eingebaut, wurden jedenfalls alle sofort versandt. Die Teile wurden zum Abschluß der Fertigung dann ölgehärtet. Beim Stahl handelt es sich um einen Vergütungsstahl. Kann aber auch Nitriert werden. Erfahrungsgemäß - aus meiner früheren Tätigkeit im Maschinenbau - wird dabei in etwa HRc 67-68 erreicht, mit dem geeigneten Nitrierstahl. Ob solch hohe Härtegrade unbedingt notwendig sind ?  Wichtig ist dass die Oberflächen, da wo die Gleitsteine in der Ringnut eingreifen, zwar sauber aber nicht allzu glatt sind, damit sich der Ölfilm zur Schmierung gut halten kann. Beim Einbau sollte die Stellung der Kupplungsmuffe so justiert werden, dass die Gleitsteine nicht andauernd auf Druck sind im ausgekuppelten Zustand. L.G. Michael 

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