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Vergaserüberholung Zenith 32 NDIX

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Constantin Kiesling Posted: Wed, Dec 19 2007 11:17 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo liebe Haflingerfreunde!

Bin gerade dabei, den Zenith Vergaser von meinem Haflinger komplett zu überholen. Hier ein paar Impressionen von der Zerlegung:

Sah teilweise recht heftig aus! Die Meisten Teile sind aber in prinzipiell in Ordnung und können wiederverwendet werden. Nachdem ich nun fast alle Einzelteile fertig überarbeitet habe, möchte ich den Vergaser bald wieder zusammenbauen:

Ein Problem hab ich noch beim Pumpendruckventil: Da gehört normalerweise zwischen dem kleinen und dem großen Teil ein Ventilplättchen eingeschraubt. Das fehlt leider bei mir... daher funktioniert das Ventil auch nicht richtig. Die Ersatzteilhändler bieten i.d.R. nur das ganze Ventil neu an, aber keine Einzelteile. Hat vielleicht jemand Erfahrung, wie man sonst Abhilfe schaffen kann?

 

lG,
Consti

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Bernd Höger Antwort zu Wed, Dec 19 2007 20:23 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Consti,

wenn ich nach den Feiertagen nach den Reglerteilen für Deinen Vater suche, werde ich auch mal in der Vergaserkiste nachschauen.

Seit wann kann man den Bilder ins Forum stellen und vor allem wie funktionierts?

Gruß Bernd

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Ulli Popp Antwort zu Wed, Dec 19 2007 20:42 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Constantin,

ein Klasse-Beitrag, der mir etwas Anst macht. Ich hatte meinen 32 NDIX vor 20 Jahren zuletzt offen. Hoffentlich sieht der innen nicht genauso aus. Ist denn der Hafi mit dem Ding noch gelaufen? Und wie hast Du die Aluteile so hinbekommen. Sieht ja alles wieder super aus.

Viele Grüsse Ulli

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RonaldAntener Antwort zu Wed, Dec 19 2007 21:15 | IP-Adresse ist Registriert

Toll wie der Vergaser überholt ist, Bravo!

Das Ventil das du hier ansprichst, hat oben eine Dichtung eingelegt, an der der Kolben bei einer gewissen Vergaserstellung (Gas-geben) schliesst, und so ein nachfliessen von Benzin verhindert. Mein Ventil sieht nicht anders aus, ausser du meinst das Zuführventil in das eine Stahlkugel eingelassen ist, so dass das Gemisch nicht zurüch in die Schwimmerkammmer fliessen kann. Unter www.Ruddies-Berlin.de sind noch Schnittzeichnungen vom Vergaser zu sehen.

Gruss Roni

 

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Constantin Kiesling Antwort zu Wed, Dec 19 2007 22:28 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo allerseits,

@Bernd: Danke für deine Bemühungen! Werd selbst ebenfalls nochmal nachsehen... mein Vater hat noch irgendwo einen unvollständigen Vergaser, mal schauen ob der vielleicht was hergibt.
Bilder kannst du ganz leicht einfügen, du musst sie aber erst irgendwo hochladen (z.B. bei Flickr, oder vielleicht hast du einen Webspace bei deinem Internetanbieter). Dann gehst du auf "Insert/Edit Image" und gibst einfach die URL des Fotos ein.

@Ulli: Ich denke, diese massiven Ablagerungen sind eigentlich nicht normal. Keine Ahnung woher das kommt... vielleicht durch lange Standzeit? Angeblich ist der Haflinger gelaufen, aber selbst hab ichs nie probiert. Die Alu-Druckgussteile habe ich zuerst mit Kaltreiniger gesäubert und dann mit technischer Salzsäure abgebeizt.

@Roni: Also ich meine das Ventil, das ich bei meinem ersten Beitrag unten abgebildet habe. Hab schnell eine Skizze gezeichnet, wie das Ding aussehen sollte, wenn der kleine Teil eingeschraubt ist:

Das Dichtplättchen wird also in das große Messingteil eingelegt und dann schraubt man die kleine Schraube rein. wird das Benzin von oben her vom Beschleunigerpumpenkolben reingedrückt, fließt es durch, in die andere Richtung aber nicht. Dieses Plättchen fehlt jedenfalls (ist daher auf meinem Foto auch nicht drauf).

Das Ventil mit der Stahlkugel ist in Ordnung.

 

lG,

Consti 

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Christoph Wille Antwort zu Thu, Dec 20 2007 9:38 | IP-Adresse ist Registriert

Zum Thema Fotos hochladen: vertrauenswürdigen Mitgliedern des Forums bin ich bereit eine Fotogalerie hier im Community Bereich zur Verfügung zu stellen. Einzige Bedingung: die Garantie nur selbst gemachte Fotos reinzustellen, sprich nix wo man in Copyrightprobleme kommen kann.

Einfach eine persönliche Nachricht an mich schicken. 

Chris 

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Bernd Höger Antwort zu Thu, Dec 20 2007 16:21 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Chris,

falls ich zu den vertrauenswürdigen Forumsteilnehmern gehöre, möchte ich mich für das Angebot bedanken.

Sicher werde ich davon gebrauch machen und mal ein paar Bilder meines derzeitigen Projektes zeigen.

Gruß Bernd

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Christoph Wille Antwort zu Thu, Dec 20 2007 16:52 | IP-Adresse ist Registriert

Erledigt, Du hast eine Galerie für Dich alleine (via Systemsteuerung kommst Du zur Administration).

Unter "vertrauenswürdig" versteh' ich alle Regelmäßig-Poster, die wissen den Service eh' zu schätzen. 

An die anderen: persönliche Nachricht bitte wenn eine Fotogalerie gewünscht ist.

Chris 

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Hans Messerklinger Antwort zu Thu, Dec 20 2007 20:03 | IP-Adresse ist Registriert

Gute Arbeit Consti !

Dazu ein Rezept aus der Industrie:

Aluminium wird nach der Entfettung in 15%iger Ätznatronlauge bei 60 °C gebeizt, 30 bis 120 Sekunden, je nach Oxydschicht.

Ich verwende 3%ige Lauge, da muß ich nicht so genau aufpassen.

Nach dem Spülen wird in 42%iger Salpertersäure bei Raumtemperatur nachgebeizt und dabei ändert sich die Farbe der Oberfläche von grau in silber, da die Legierungsanteile gelöst werden. Auch da verwende ich eine wesentlich geringere Konzentration. Niemals mit einem Holz umrühren, da sich dabei giftige Gase bilden.

Eine sehr gute Beschreibung zur Überholung eines NDIX stammt von Bob Tyler , wenn auch der sehr ähnliche NDIX vom Porsche 356 beschrieben ist. Siehe www.bobs-services.de

Grüße 

 

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Constantin Kiesling Antwort zu Fri, Dec 21 2007 21:17 | IP-Adresse ist Registriert

Also ich hab bei der Apotheke 33%ige Salzsäure gekauft und die dann 1:10 mit Wasser verdünnt... daher komm ich wohl auch ungefähr auf die 3%. Die Aluteile dann etwa 2 - 3 Minuten reingehängt, bis ich mir halt gedacht hab, dass es reicht. So schnell löst sich der Vergaser eh nicht auf.

Natürlich brav Schutzbrille auf, Handschuhe an etc... hab durchaus Respekt vor solchen Chemie-Wasserln und bin schon stolz darauf, mich überhaupt so weit gewagt zu haben (ist ja irgendwie doch komisch, wenn man zur Apotheke geht und sich einen Liter Säure kauft).

Bin schon gespannt, ob das Ding dann wieder funktioniert! Muss jetzt nur noch den Drosselklappenteil nachbearbeiten (lackieren) und eine Lösung für das Pumpendruckventil finden und dann gehts wieder ans Zusammenbauen.

 

lG & frohes Weihnachtsfest!
Consti

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Bernd Höger Antwort zu Fri, Dec 21 2007 22:03 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Const,

und beim Mischen immer schön an den alten Spruch vom Chemieuntericht denken:" erst das Wasser dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure."

Gruß Bernd

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Michael Janczer Antwort zu Sun, Dec 23 2007 22:04 | IP-Adresse ist Registriert

 Hallo Consti! Ist toll wie du den Vergaser überholst, die Methode mit Säure abzubeizen ist gut, ich hätte alle Teile mit dem Sandstrahlgerät mittels Glasperlstrahlgut gereinigt. Ist jedenfalls aufwendiger und bei all den kleinen Teilen auch schwieriger.

Das Bodenventil wo das Plättchen fehlt, hat gleich meine Aufmerksamkeit erregt. Habe einen Reservevergaser gleichen Typs sofort hergenommen, und das Bodenventil herausgedreht. Siehe da, es hat ein Kegelventil, das durch eine kleine Spiralfeder gegen den Sitz gedrückt wird, siehe beide Bilder. Da die Schraube auf deinem Bild keine Bohrung im Ansatz aufweist, liegt der Schluß nahe daß das Plättchen fehlt. 

Ich kann dir ein solches aus Pertinax oder Alu fertigen, so du die Stärke und den Durchmesser angeben kannst. Gruß Michael J.


 

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willizach Antwort zu Tue, Dec 25 2007 15:19 | IP-Adresse ist Registriert

 nun hab ich mal einige fragen:

ich hab einen zenit vor mir der hat das gleiche plättchen wie von consti beschrieben drinn. der vergaser war auf einem motor bj 1973 drauf (hat grossen ölkühler). das plättchen ist aus kupferblech.

welche vergaser haben nun das rückschlagventil version kupferblechplättchen und welche haben das kegelventiel?

die version kupferblechplättchen scheint nicht völlig dicht zu schliessen (macht aber vieleicht nichts?)

mir erscheint die kegelventil variante vertrauenswürdiger oder gibts da gegenteilige erfahrungen? 

lg

willi 

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Michael Janczer Antwort zu Tue, Dec 25 2007 22:14 | IP-Adresse ist Registriert

 Hallo Willi!

Ja, die Frage Bodenventil-Ausführung <----> Vergaser Baujahr liegt auf der Hand, beantworten kann ich sie (noch) nicht, werde mich aber schlau machen. Kann nur berichten daß der Zenith NDIX 3, den ich als Reserve im Regal habe, einenerseits relativ neu ist, andererseits die Bezeichnung "P1" auf der rechten Schwimmerkammer hat. Was diese Kennzahl bedeutet, könnten die Spezialisten wissen, Consti oder Gerhard. . 

Welchen Vorzug hat das Kegelventil bzw. das Plättchen?  Denke, daß das Kegelventil nur der einwandfreien Abdichtung gegen das Einspritzrohr dient, damit wenn der Pumpenkolben nach oben geht und Benzin ansaugt durch das Pumpensaugventil, daß dabei auch die volle Menge welche dem Kolbenhub entspricht, angesaugt wird.

.Ich habe eine SDP-Reparaturanleitung, in dieser wird unter anderem der Pallas-Zenith NDIX 32 beschrieben. Datiert ist der Text mit Oktober 1961. Es gibt auch eine Querchnittszeichnung, auf dieser ist das Pumpendruckventil im Querschnitt dargestellt, von einem Kegelventil ist dabei nichts zu sehen, sieht eher nach Plättchen aus. Könnte mir vorstellen, daß das Plättchen nicht immer einwandfrei die Abströmbohrung verschlossen hat beim Saughub. Nach dem Foto, das Consti seinem Bericht beigefügt hat, hat eine Spiralfeder keinen Platz in dem Druckventil.Im Ersatzteilkatalog ist das P.Druckventil unter der Nr. 700.1.08.415.0 nur als Komplettbauteil angeführt. Es wird aber auch noch ein "Dichtring" (103e) Nr. 700.1.08.416.1 mit den Maßen 7x4x3 angeführt, offensichtlich ein O-Ring. Könnte sein daß dieser zum Plättchen gehört?

Willi, wenns dir möglich ist, nimm eine Schublehre und miß mal die Stärke des Plättchens und seinen Durchmesser.Werde zum Treffen im Ödenhof beide Kataloge mitnehmen.Vielleicht kann man so dem Consti helfen. L.G.,

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willizach Antwort zu Wed, Dec 26 2007 0:05 | IP-Adresse ist Registriert

plättchen hat einen durchmesser von 4,3mm und eine materialstärke von 0,3mm. plättchen liegt einfach drinnen und wird beim nach oben gehen (ansaugen) des kolbens der beschleuniger pumpe nach oben gesaugt und dichtet ab.

der dichtring mit den massen 7x4x3 scheint der dichtring zu sein mit dem der ganze teil oberhalb des gewindes gegen das gehäuse abgedichtet ist/wird.

wie gesagt mit dem plättchen als ventilklappe ist die sache nicht wirklich dicht und ich denke, dass das kegelventil eine weiterentwicklung sein wird.

ich bringe meinen vergaser + ventil zum treffen mit dann können wirs vor ort anschauen und die beiden versionen vergleichen.

ich werd auch noch bei prokschi vorbeischauen um zu sehen wie das teil aufgebaut ist das er verkauft.

lg

willi 

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