Steyr Puch Haflinger
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Lichtmaschinen-Regler

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ThomasJost Posted: Fri, Jan 30 2015 18:00 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo zusammen

Ich hätte mal wieder eine Frage:

Mein CH-Armee Haflinger lädt die Batterie nicht mehr.

Ladekontrolllampe verhält sich jedoch normal.

 

Hier im Forum habe ich von einer Sicherung gelesen.

Kann mir jemand sagen, wo diese Sicherung eingebaut ist?

Weiter würde mich interessieren, welche Reglerspuhle des Bosch-Reglers

für was zuständig ist. Finde in meinen Unterlagen nichts.

Auch für Tipps bin ich offen.

 

Grüsse

Thomas

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Norbert Palme Antwort zu Sat, Jan 31 2015 22:31 | IP-Adresse ist Registriert

Die Sicherung dürfte im Regler drin als fliegende Sicherung sein. Mach mal den Deckel runter. Gut möglich, daß ein Kabel ab ist.

Gruß Norbert

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ThomasJost Antwort zu Mon, Feb 2 2015 17:03 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Norbert,

Danke für die schnelle Antwort. Eine Sicherung im Regler hats bei mir nicht.

Nach längerer Suche hat sich herausgestellt, dass der Entstörer am Regler-Ausgang

Unterbruch hat.

Dabei ist mir der Spruch meines Lehrmeisters eingefallen:

Messe nie an einer alten Maschine mit modernen Messmitteln,

du wirst auf die Nase fallen.

Das gilt natürlich auch im umgekehrten Sinne.

 

Gruss an alle Haflinger infizierten

Thomas

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Michael Janczer Antwort zu Tue, Feb 10 2015 20:58 | IP-Adresse ist Registriert

Hi Thomas, nur als Nachtrag zu deinem Beitrag der Vollständigkeit halber diese paar Zeilen und ein Foto: es zeigt den Lichtmaschinen-Regler, der in der Mehrzahl der ( Nicht-CH-Armee )  Haflinger eingebaut ist, und zwar in diesem Blechgehäuse (als Nah-Entstörung). Es handelt sich um einen elektromechanischen Bosch-Einspulenregler mit integriertem Rückstromschalter, Type TA 14V 20A. ( im Rep.Handbuch der SDP auch als RS/ZD 160/12/A3 bez.) Teile-Nr. 700.3.09.0040.

An der Klemme B+ ( auch als 51 bez.) , rechts unten am Regler ist das rote 4 mm² Kabel angeklemmt, kurz nach dem Kabelschuh ist die 25A Schmelzsicherung als "fliegende Sicherung" vorhanden, da über diesen Draht ...a) der Ladestrom zur Batterie fließt und  b)  der Strom zu den diversen Verbrauchern geht, zuerst aber an Klemme 30 des Zündschlosses! 

Wenn also mal ein totaler Stromausfall vorliegt, zuerst einmal diese Sicherung am Regler prüfen, erst dann weitersuchen in der Sicherungsdose...(und vor allem den Fehler / Kurz- / Masseschluß beheben) !

Die für die CH-Armee gelieferten Haflinger haben alle die Funk-Vollentstörung wobei alle relevanten Teile vollgekapselt sind. Als Lichtmaschinenregler wurden UHER Dreispulenreglerschalter mit Knick-Kennlinie eingesetzt, ebenso vollgekapselt.  Diese haben keine solche Sicherung in der Ladestromleitung. 

Am Foto auch zu sehen die beiden auf der Drehbank gefertigten M6 Langhalsmuttern, die einen Aus/Einbau sehr vereinfachen...

 

Muß hier gleich einen Fehler, den ich mangels guter Recherche gemacht habe, ausbessern: Im CH-Haflinger ist es kein UHER-Regler sondern ein BOSCH U-Dreispulenregler, der für die Lichtmaschine zuständig ist !   Die UHER-Regler wurden nur zur Regelung des Strom-Generators der ÖBH-Funkhaflinger verbaut.  Erwähnter Bosch U-Regler wird im Rep.Handbuch als RS / UAM/160/12/1 bezeichnet,  Bosch Ersatzteil-Nummer 0 190 301 023.

Hier noch ein Foto, wie der Lima-Regler im CH-Haflinger aussieht : ( dazu gibt es eine ganze Abhandlung zu lesen, unter "Gefährdung Kabelbrand aus 8.4.2009 ) 

Bitte um Kenntnisnahme, und..sorry für die Verwechslung!

 

 

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Hans Messerklinger Antwort zu Wed, Feb 11 2015 15:25 | IP-Adresse ist Registriert

Servus Michael

Gute Arbeit wie immer.

Als Ergänzung:

Wenn die Sicherung defekt ist, merkt man das nicht gleich, da bei höherer Drehzahl kaum ein Potentialunterschied zwischen Lichtmaschine und Batterie besteht und die Ladekontrollleuchte deshalb nicht leuchtet. Gemerkt haben wir den Fehler erst in der Nacht, als durch die eingeschalteten Scheinwerfer die Batteriespannung etwas in die Knie gegangen ist und dadurch die Lichtmaschinenspannung etwas höher war. Da glimmt dann die Ladekontrolleuchte ein bischen, sozusagen in verkehrter Richtung.

Daß die Schweizer den U-Regler verwendet haben, ist auf die Ersatzteilhaltung zurückzuführen. Der U-Regler ( Universalregler ) kann durch die herausgeführte Verdrahtung sowohl für plus oder minus an Masse als auch postitive oder negative Felderregung verwendet werden. Daher auch für Landrover usw. verwendbar. Der Ersatz durch unsere F-Regler ist problemlos möglich, da die Lichtmaschine ident ist.

Die Sicherung ist eigentlich kein Überlastungsschutz, da der Regler bei 20A abregelt, sondern ein Kurzschlußschutz, falls das Rückstromrelais beim Abstellen des Motors hängenbleibt und dann das Rückstromrelais abbrennt. Das ist ein bekannter Fehler beim Puch 700, wo der Regler horizontal eingebaut ist.

Grüße aus Graz

 

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Ulli Popp Antwort zu Tue, May 26 2015 21:32 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Experten,

darf ich hier ein paar Fragen anknüpfen?

Beim Treffen jetzt in Söll hat mich mein Hafi das erste mal in über 30 Jahren im Stich gelassen. In einer sehr schmierigen steilen Geländepassage war er bei bei hoher Drehzahl mit einem "Patsch" aus und ohne Strom. Ursache war wohl eine am oberen Kontakt des fliegenden Sicherungshalters völlig eingeschmorte, abgebrannte Sicherung. Nachdem ich sie rausgepopelt hatte und die Reste soweit herausgekratzt waren, dass ich eine neue Sicherung reinwürgen konnte, lief er wieder. Allerdings glimmte jetzt die Ladekontrolle bei mittlerer und höherer Drehzahl auf. Dank eines Haflingerfreundes konnte ich abends einen anderen Regler einbauen und alles funktioniert wieder.

Jetzt meine Fragen: Kann es sein, dass auf Grund von Kontaktproblemen an der 25 A Sicherung im Sicherungshalter es zum Zusammenschmelzen von Sicherung und Halter, dann zur Unterbrechung gekommen ist und dann der Regler bei der hohen Drehzahl Schaden nahm, oder ist das graue Theorie oder gibt es da andere Schadensursachen? Was ich sicher sagen kann, ist, dass der verbaute fliegende Sicherungshalter mit Kabelaufnahme für höchstens 2,5 qmm mit den reingewürgten 4 qmm Kabeln (ab Werk!) sicher nicht ideal war.

Lb Grüße aus Rosenheim   Ulli 

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