Steyr Puch Haflinger
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Leistungsprobleme zwischen 4000 und 5000U/min

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Georg Schachelhuber Posted: Fri, Jun 15 2018 18:08 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Haflinger-Freunde! 

Ich bin noch neu hier, aber mit Hilfe des Forums habe ich schon viele Themen an meinem Haflinger bearbeiten können und darum hoffe ich, dass ihr mir bei diesem konkreten Problem helfen bzw. Tipps geben könnt.

Bei meinem Haflinger ist lt. Vorbesitzer ein 650 TR Motor verbaut und mit einem Zenith 32 NDIX (PU2) bestückt. Da ich immer ein sehr unterschiedliches Bild auf beiden Zündkerzen hatte (links fast weiß, rechts rußig) und bereits alles auf Falschluft geprüft hatte, habe ich diese Woche den Vergaser zerlegt um diesen zu prüfen. 

Die linke Hauptdüse war verdreckt (Bohrungsdurchmesser nur ca. zur Hälfte frei), daher voraussichtlich die weiße Kerze. Dabei habe ich gleich die Teillastabschaltung geprüft und von den früher eingestellten 2,4mm auf 3mm lt. Vergaserhandbuch gestellt. Da der Zündzeitpunkt an der Riemenscheibe auch auf ca. 10mm vor OT eingestellt war, habe ich diesen auf 4mm vor OT eingestellt (lt. Angaben im Forum für TR-Motoren).

Bestückung des Vergasers ist für einen TR II (135er Hauptdüse, 27er Lufttrichter,...)

Bei der Probefahrt heute zeigte sich dann leider folgendes Phänomen:

Standgas passt sehr gut und auch beim Beschleunigen dreht der Motor sofort sauber hoch ohne Verschlucken. Während der Fahrt habe ich aber das Problem, dass es beim Beschleunigen im 3. Gang ab ca. 4000 U/min zum Ruckeln des Motors und m.E. nach Zündaussetzern kommt. Ein bisschen runter gehen vom Gas und wieder leicht beschleunigen hilft ein wenig. Wenn ich so mit Gefühl den Drehzahlbereich bis 5000 U/min schaffe, setzt die Zündung und die Leistung wieder voll ein und der Motor beschleunigt rauf bis auf (testweise) 6500 U/min als wie wenn nichts wäre. Im 2. Gang kann ich auch von Standgas bis auf 6000U/min "durchbeschleunigen" ohne Aussetzer. Im 4. Gang verhält es sich aber wie im 3 (bis 4000 alles ok, dann Probleme bis 5000, dann wieder alles normal).

Habe dann die Teillastabschaltung wieder auf die  früheren 2,4mm gestellt und den Zündzeitpunkt auch wieder zurückgestellt. Hat leider nichts gebracht. 

Unterbrecherabstand ist auf 0,4mm eingestellt. Auf den Schmierfilz unter dem Verteilerfinger habe ich diese Woche 1 Tropfen Öl gegeben und die Nockenbahn geschmiert. 

Kompression linker Zylinder (Motor warm): 9,5;  rechter Zylinder 10,2

 

Hat jemand eine Idee was es da haben könnte? (Teillastabschaltung, Zündverteiler,...) Wenn ihr sonst noch Daten oder Fotos benötigt, gebt mir bitte Bescheid.

 

Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung!

schöne Grüße aus dem Mühlviertel

Georg

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John Bennett Antwort zu Fri, Jun 15 2018 21:43 | IP-Adresse ist Registriert

Change the condenser?

 

John

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Michael Janczer Antwort zu Thu, Jun 28 2018 10:43 | IP-Adresse ist Registriert

Hi John, hallo Georg!

He should rather change the choke-tubes of the carburettor, ( 27mm openings ) and check whether the gasoline-jets and/or the other correction-jets fitted are corresponding with the well proven configurations for an Haflinger-engine....For the suitable jet-configuration there is a list existing defining those PUCH 2, PUCH 6,  etc.  carbs.

Another possible reason could be a worn shaft ( or bronce bearings ) of the distributor, which may cause the shaft to vibrate at a certain speed/RPM.    Greets Michael J. 

 

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Georg Schachelhuber Antwort zu Fri, Jul 27 2018 10:50 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Michael und John,

 

danke für die Tipps! Ich bin leider erst gestern zu weiteren Arbeiten am Haflinger gekommen, da ich beruflich auf eine Baustelle musste. 

Ich habe in der Zwischenzeit den Zündverteiler prüfen lassen und der ist zum Glück in Ordnung. 

Habe ihn gestern wieder eingebaut und beim Benzinfilter einen Papierfilter eingebaut (bis jetzt Drahtgewebe), da die Hauptdüsen bereits zwei mal verdreckt waren - weiß vl. jemand ob es hier Vor- oder Nachteile deswegen geben kann?

Den Zündzeitpunkt habe ich dann auf etwas "später" eingestellt (lt. diversen Forumsbeiträgen beim 650TR 2-3m) - ca. 3mm vor Markierung auf dem Lüftergehäuse. 

Nach einer kurzen Probefahrt kann ich sagen, dass das Problem grundsätzlich noch da ist, aber erstaunlicherweise "weniger" wurde --> er ruckelt zwar noch ab 4.000 U/min, aber bereits ab ca. 4.500 wird es weniger. Und wenn ich mich der Drehzahl im 3. Gang langsam nähere (nur wenig Gas gebe, aber schon noch beschleunige) geht es teilweise ohne Probleme durch. 

Hat jemand von euch eine Idee ob das mit dem neu eingestellten Zündzeitpunkt zusammen hängen könnte? Würde es was bringen den Zeitpunkt noch kürzer vor OT zu stellen (z.B. 1-2mm)?

Ich möchte jetzt folgendes probieren: 

Den Vergaser zerlege ich nochmals komplett, putze ihn und blase ihn aus, damit ich sicher sein kann, dass kein Dreck mehr drinnen ist. Der neue Filter sollte das dann zukünftig hoffentlich garantieren. Werde ihn dann nochmals genau nach Anleitung auf einen 650 TR2 mit der derzeitigen Bedüsung einstellen, wieder aufbauen und eine Probefahrt machen.

Wenn es dann nach wie vor Probleme gibt, werde ich Michaels sehr detaillierte Anleitung (vielen Dank nochmals!) nutzen und den Vergaser auf einen "Standard" Haflinger Zenith-Vergaser aufbauen. Mittlerweile habe ich alle Düsen beisammen, aber keine 22er Lufttrichter - kann mir hier im Forum damit jemand aushelfen? Vl. auch nur leihweise damit ich testen kann und ich gebe sie dann wieder zurück.

Schöne Grüße

Georg

 

 

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Georg Schachelhuber Antwort zu Sun, Aug 5 2018 17:21 | IP-Adresse ist Registriert

Liebe Haflingerfreunde!

 

Ich komme gerade von meiner ersten längeren Ausfahrt zurück und muss sagen, dass der Haifi im großen und ganzen sehr gut läuft!

Das Ruckeln um die 4000 U/min ist noch immer da, aber wenn man den Punkt mit wenig Gas anfährt kommt man ganz gut “drüber“.

 

Nach wie vor würde es mich aber interessiern, ob jemand von euch weiß, ob eine weitere Zündzeitpunktänderung in Richtung 1-2mm vor OT was bringen könnte, bzw. ob ich dsmit dem Motor schaden könnte?

 

Und hat jemand zufällig 22er Lufttrichter die er mir entweder verkaufen, oder für 1-2 Wochen borgen könnte?

 

Danke im Voraus und schöne Grüße!

Georg

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Michael Janczer Antwort zu Sun, Aug 5 2018 21:55 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Georg!

Die Verstellung des Zündzeitpunktes auf 1-2mm vor OT verursacht keinen Schaden, das kannst du ohne weiters machen. Es wird nur so sein, daß der Motor spürbar weniger Leistung abgibt, und du, weil du den Haflinger so fahren wirst wie du es gewohnt bist, unbewußt mehr aufs Gaspedal treten wirst, somit der Benzinverbrauch etwas ansteigen wird. Aber probiere es ruhig mal aus Rückgängig machen kannst es ja jederzeit wieder.

Wegen der 22mm Luftrichter zum Zenith NDIX: zum einen könntest du dich mit dem Helmut Kniezanrek ( ehem. Vergaser-Magistris ) in Verbindung setzen, der ist in Wien 1020 Czerningasse 7 zuhause ( office@vergasertechnik.com ) Tel. 0043-1-2145432....er hat noch viele Ersatzteile, Düsen, Drosselklappenwellen und alle die speziellen Schrauben dazu usw.

oder ich kann dir diese Lufttrichter auf der Drehbank nachfertigen. Melde dich einfach...Mike J. 

 

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Norbert Palme Antwort zu Thu, Aug 9 2018 18:55 | IP-Adresse ist Registriert

Georg,

was hast Du für einen Luftfilter drin?

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Georg Schachelhuber Antwort zu Thu, Aug 9 2018 22:18 | IP-Adresse ist Registriert

Hallo Norbert,

 

es ist nur mehr der Papierfilter verbaut. Der Öl-Luftfilter wurde bereits früher weggebaut bzw. in diesem Fall das Rohr abgeschnitten.

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Michael Janczer Antwort zu Thu, Aug 9 2018 22:46 | IP-Adresse ist Registriert

Der Papierfilter ist soweit Ok, fast alle handelsüblichen PKW sind auch bloß mit einem solchen von Werk aus versehen. Der Ölbadfilter ist-sofern man den Haflinger hauptsächlich auf asphaltierten Straßen benützt- eher entbehrlich. In staubigem Gelände allerdings unentbehrlich, ( Effizienz weit über 80% ) zumal beim Haflinger die Kühlluft und auch die Luft zum Betrieb des Motors von hinten angesaugt wird, also genau dort wo beim Fahren immer die Staubfahne aufgewirbelt wird. Georg, du mußt halt den Papierfilter etwas häufiger herausnehmen und von innen her reinigen mit Preßluft.  Der Ölbadluftfilter kann aber nachgerüstet werden, sollte kein Problem sein, gibt´s alles noch als Gebrauchtteile.

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Norbert Palme Antwort zu Thu, Aug 9 2018 23:59 | IP-Adresse ist Registriert

Ich hatte zunächst den Ölbadfilter, später ergänzt mit Papierfilter. Der Ölbadfilter hat einen gewaltigen Nachteil gegenüber dem Papierfilter:

Der  Durchgang ist im Querschnitt etwa die Hälfte. Der Hafi (hier auch mit TR-Motor) bekommt zu wenig Luft für den Zenith-Vergaser. Und das äußert sich schon mal in der kompletten Leistungsverweigerung.

Wenn viel Staub hat, öfters den Filter reinigen oder tauschen. Du machst auch keinen Dauerlauf mit zugesetzter Staubmaske....

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Norbert Palme Antwort zu Fri, Aug 10 2018 0:14 | IP-Adresse ist Registriert

Und wie siehts mit der Benzipumpe aus?

Nach wirklich vielen Worshops am Straßenrand kann ich folgendes behaupten:

Eine Benzinpumpe, egal ob elektrisch oder mechanisch hat im Motorraum nichts verloren. Du trinkst auch kein warmes Bier!

Mein Werdegang:

Original mechanisch, immer wieder Dampfblase.

Dann elektrisch Pierburg hinten rechts unten , auch im Motorraum. Nicht zielführend.

Nächste Variante: Hardi-Pumpe Im Motorraum hinten links oben, damit ich besser zum Reparieren hin komme. Auch unbrauchbar, Pumpe am Hochpunkt, Luft geht nicht raus, Luft wird nicht gepumpt.

Jetzige Lösung, und die funktioniert: Hardi Pumpe ganz nah am Tank, ähnlich wie bei den Schweizern. Mit ganz kurzer Saugleitung und selbige aus Metall. Gummischlauch nur als Verbinder. dann Druckleitung steigend zum Vergaser.

Saugende Leitungen (weis ich aus beruflicher Erfahrung) sind immer schwierig. Fehlersuche nach Undichten nahezu unmöglich und bei Hochpunkten immer wieder Luftsäcke. Kommt Benzin nur spärlich.

Die Hardi hat noch einen Vorteil: Vergaser werden beim Rumstehen immer leer. Ob nach unten in den Motor oder nach oben zum Verdunsten ist nicht ganz klar. Und jetzt möchtest du nach langer Standzeit deinen Hafi starten und musst mit dem riesigen, aber kalten Motor das kleine mechanische Benzinpümpchen antrieben. Deinen Startversuch unterstreichst du mit Gasgeben (eigentlich Luftgeben), was den Vergaser komplett durcheinander bringt.

Die Hardi ist deultich hörbar: tack tack tack.... bis sie verstummt. Dan startet der Motor ausgesprochen schnell.

Wie gesagt, persönliche Erfahrung, erfolgreich....

 

 

 

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Georg Schachelhuber Antwort zu Fri, Aug 10 2018 20:11 | IP-Adresse ist Registriert

Danke für die vielen Tipps!

Den Luftfilter habe ich erst vor kurzem ausgeblasen und dass werde ich auch in Zukunft regelmäßig machen.

Staub war bei den bisherigen Probefahrten kein Thema - bin zu 80% Straße und 20% im Wald gefahren.

Bzgl. der Lufttrichter werde ich kommenden Montag in Wien anrufen und sonst melde ich mich bei dir Michael - vielen Dank!

Benzinpumoe ist eine Pierburg, eingebaut rechts hinten im Motorraum, ca. auf Höhe Vergaser montiert. Direkt davor sitzt das Original Filterglas, verbunden ist alles über Gummischläuche. Kann das solche Probleme machen? Immerhin fährt er ja nicht “schlecht“, die grundsätzlichen Probleme habe ich ja nur bei den ca. 4000 U/min. Im 4. Gang erreiche ich ca. 60km/h, beschleunigungstechnisch tut sich dann nicht mehr viel, außer es geht leicht bergab. Könnte das an zu wenig Benzinförderung liegen?

Die “Starthilfe“ durch die Pierburg funktioniert ganz gut. Vergaser wird vor dem Starten immer gefüllt und springt dann auch immer sofort an.

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